Iris Kündig Stoessel
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Abenteuer Fortschritt

Warum wurde dieser Leserbrief nicht veröffentlicht?

Veröffentlicht am 04.11.2011 von Iris Kündig Stoessel

Der Walliserbote wollte diesen Leserbrief vom 13.10.2011 nicht veröffentlichen. Was dürfen die Bürger nicht wissen!
Warum bekommt niemand konkrete Zahlen?

Gesundheitswesen zum Zweiten

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger fragen sich, wie unser Gesundheitssystem noch finanzierbar ist.

Am 1.Januar 2012 tritt die Aenderung des Artikels 64a des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) in Kraft. In diesem Artikel wird das Verfahren zwischen Krankenversicherern und Kantonen bei ausstehenden Prämien geregelt. Auf diesen Zeitpunkt hin muss das Walliser Einführungsgesetz zum KVG dem Bundesrecht angepasst werden. Neu können die Kantone versicherte Personen, die ihrer Zahlungspflicht trotz Betreibung nicht nachkommen, unter Verfügung einer Leistungssperre auf einer Liste erfassen. Solche Listen werden in anderen Kantonen angewendet, zum Beispiel in Luzern.
Wer künftig also seine Krankenkassenprämien trotz Betreibung nicht bezahlt, wird auf einer schwarzen Liste registriert. Sind die Schulden berappt wird der Eintrag wieder gelöscht.
Wird das Wallis auch eine solche schwarze Liste führen? Hoffentlich ja, fallen doch jährlich Verlustscheine zwischen 8 und 11 Millionen an. Diese müssen vom ehrlichen Steuerzahler übernommen werden.
Eigentlich ist es äusserst bedenklich, dass mit „schwarzen Listen“ operiert werden muss, handelt es sich doch nicht um zahlungsunfähige, sondern um zahlungsunwillige Mitbürger. Bei Bezügern von Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen werden die Krankenkassenprämien nämlich immer vom Sozialstaat bezahlt.

Aus Liebe zum Wallis
Iris Kündig Stoessel
Zermatt